Lüttich (franz. Liege) ist eine Stadt für den zweiten Blick. Wer genauer hinschaut wird dafür jedoch in jeder Hinsicht belohnt. Lüttich verzaubert durch französisches Flair, historische Gebäude und ein reiches kulturelles Angebot – und dies nur unweit der deutschen Grenze.
Wieso sich die schönen Seiten Lüttichs einem erst auf den zweiten Blick eröffnen? Die Metropole hat einige Schwachpunkte, die einem wie so oft als erstes ins Auge fallen und den Blick für die charmanten und schönen Seiten trüben können. Dazu gehören beispielsweise ungepflegte Straßen, große Betonbauten aus den 60er Jahren und einige angeschärzte Häuserfassaden. Allerding könnte man auch argumentieren, dass gerade diese kleinen Schwächen das Flair der Stadt ausmachen. Abschrecken lassen sollten man sich hiervon keinesfalls.
Lüttich bzw. Liege ist im Aufschwung und vor allem in den letzten Jahren wurde viel Geld in die Verschönerung der Stadt gesteckt. Lüttich hat Potential und verdient definitiv eine Chance.
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Liege gilt es zu erkunden: Vom schönen alten Zentrum mit historischen Kirchen und Straßen über dutzende Museen aller Art bis hin zu den einzelnen absolut sehenswerten Stadtvierteln ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. In Lüttich kann man gut und gerne mehrere Tage verbringen, ohne dass es langweilig wird.
Sehenswürdigkeiten in Liege die man auf keinen Fall verpassen sollte sind die Saint-Paul Kathedrale, die historischen Kirchen im Stadtzentrum, der fürstbischöfliche Palast und das Curtius Museum. Außerdem sehr empfehlenswert ist ein Besuch des Bauernberges: Hier befindet sich Lüttichs berühmte Treppe mit 373 Stufen. Der Bahnhof Guillemins ist ein modernes Highlight und stellt mit seiner geschwungenen Dachkonstruktion ein architektonisches Meisterwerk dar.
Wie schon erwähnt verdienen besonders die Wohnviertel Beachtung. Wunderbar zu Fuß zu erkunden begeistern diese mit tollen Treppen und Terrassen, mit an Hügeln erbauten Villen und einem sagenhaften Panoramablick auf die Stadt. Abenteuerliche Hinterhöfe runden das Bild ab und stehen erneut für die eigentümlichen Kontraste der Metropole.
Das Viertel Cointe im Südwesten der Stadt ist besonders empfehlenswert. Das auf einer Anhöhe gelegene Cointe war früher das Jagdrevier von Lüttich und wird heute vor allem durch einen riesigen Privatpark geprägt. Die beachtlich große Grünfläche hat eine wichtige ökologische Funktion und wird zur Förderung der Biodiversität geschützt. Ebenfalls sehr sehenswert sind das Gassenviertel Carré und das volktümliche Outremeuse.
